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Präsentation Schauspielhaus e.V. vom 22. Januar 2025

Am 22. Januar fand eine Präsentation des Vereins Schauspielhaus vor einem interessierten Publikum statt. Ort dieser Veranstaltung war die Aula der Max-Born Realschule, der letzte Raum in Bad Pyrmont mit einer Bühne, in dem mehr als 100 Menschen zusammen kommen dürfen. Genau 199!

Anwesend waren unter anderem die Intendantin des Landestheaters Detmold, Kirsten Uttendorf und der Intendant des Theaters in Hameln, Wolfgang Händeler. Der Vorstand der Albert Lortzing Gesellschaft mit Frau Dr. Capelle und Professor Andreas Tarkmann. Unser Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps, dann Barbara Otte-Kienast, die als Mitglied des niedersächsischen Landtages vertreten war. Außerdem noch der Dekan der Hochschule für Musik in Osnabrück, Prof. Bernhard Wesenick, die beiden ehemaligen Kurdirektoren Heinz-Gustav Wagner und Hans-Hermann Blome sowie einige Vertreter der Musikbadstiftung Bad Pyrmont, der Arche und des Museumsvereins.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Jörg Schade von der Pyrmonter Theatercompanie das Publikum mit einen Hinweis auf die „Kultur und Tradition“ in Bad Pyrmont … und auf das, was davon in den letzten Jahren verloren gegangen ist: Seit 2018 hat Bad Pyrmont drei Spielorte verloren, mit insgesamt 1.425 Zuschauerplätzen.

Worum geht es? Nachfolgend ein Auszug aus dem Denkmalschutzatlas:

„Das klassizistische Kurtheater von Bad Pyrmont, einst kulturelles Zentrum der fürstlichen Bäderstadt und 1818 direkt an der Hauptallee erbaut, ist der einzige in ganz Niedersachsen erhaltene Theaterbau aus der Goethezeit und damit des weltberühmten klassischen deutschen Theaters. Hinzu kommt die Bedeutung des in rein klassizistischen Formen erbauten Kurtheaters als Zeugnis der Bau- und Kunstgeschichte, während Pyrmonts Kultur- und Geistesgeschichte sich in der 200 Jahre lang währenden Nutzung des Kurtheaters als Schauspielhaus spiegelt. Zudem ist dieses Kurtheater des Klassizismus aufgrund seines Seltenheitswertes wissenschaftlich bedeutsam.

Bis heute bildet die im späten 17. Jahrhundert angelegte Hauptallee, an welcher das Theater steht, das zentrale Gestaltungselement eines Systems aus Alleen, Sichtachsen und Bezugspunkten.

Sowohl aufgrund dieser zentralen Lage und der städtebaulichen Bedeutung des Kurtheaters und seines prägenden Einflusses auf das gesamte räumliche Gefüge der Allee als auch wegen seiner landesgeschichtlichen, seiner kunstgeschichtlichen und seiner wissenschaftlichen Bedeutung liegt die Erhaltung des Pyrmonter Kurtheaters im öffentlichen Interesse.„

2018 feierte das als Schauspielhaus errichtete Gebäude seinen stolzen 200. Geburtstag – in dem Jahr, in dem es geschlossen wurde. Das alte Kurtheater fiel dem Brandschutz zum Opfer.

Wie ist der aktuelle Stand heute?

Aktuell läuft die Sanierung des Hauses durch das staatliche Baumanagement, die bis 2026 beendet sein soll. Sie beinhaltet die Herstellung der Standfestigkeit des Hauses. Im Vorfeld wurde ein sehr genaues, fast 160 Seiten starkes Gutachten erstellt.

Die Aussenhülle wurde von dem seinerzeit falsch verwendeten Fassadenansrtich befreit und das, mit Balken verbundene, Mauerwerk dadurch sichtbar gemacht. Innen wird das Haus von Schadstoffen befreit und ist auch dort bis auf den Rohbau freigelegt. Balken und Träger werden ersetzt und das Dach wird komplett neu eingedeckt. Das Bühnenhaus ist davon nicht betroffen.

Diese ganzen Arbeiten sind mit etwa 5 Millionen Euro veranschlagt.

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