Der Bad Pyrmonter Rat entscheidet sich für die Übernahme des Gebäudes- die Folgekosten sind noch unklar
Der Rat der Stadt Bad Pyrmont hat beschlossen, das Kurtheater sowie weitere ehemalige Staatsbadliegenschaften (Gärtnerei/Anzio-Allee) vom Land Niedersachsen im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrags zu übernehmen. Damit soll der Erhalt und die künftige Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes gesichert werden.
Der Beschluss fiel mit großer Mehrheit (SPD/Grüne/WiR/Boldt und CDU/Küppers FDP stimmten zu; INTAKT/Unsere Stadt enthielt sich; AfD stimmte dagegen). Die Entscheidung ist das Ergebnis jahrelanger Verhandlungen zwischen Stadt und Land.
Befürworter wie Nicole Tappe (SPD), Anja Grages (CDU) und Ute Michel (Grüne) betonten die kulturelle und identitätsstiftende Bedeutung des Kurtheaters und sahen in der Übernahme eine Chance für die kulturelle Zukunft der Stadt.
Kritik kam unter anderem von Ulrich Rausch, der auf die noch ausstehende Machbarkeitsstudie (geplant für September) und die hohen Kosten von rund 21 Millionen Euro für den Innenausbau hinwies. Auch Carolin Muschter äußerte Zweifel an der Eignung des Gebäudes für größere Veranstaltungen.
Bürgermeister Klaus Blome betonte, die Stadt habe das Gebäude nicht aktiv gesucht, sehe aber in der Übernahme eine Möglichkeit, eine dringend benötigte Innenspielstätte zu gewinnen. Gleichzeitig warnte er vor erheblichen finanziellen Belastungen und kündigte an, dass künftig Sparmaßnahmen im Haushalt notwendig seien.
Das Land Niedersachsen saniert derzeit die Gebäudehülle, um die Standsicherheit wiederherzustellen. Nach Abschluss dieser Arbeiten soll das über 200 Jahre alte Kurtheater ohne Kaufpreiszahlung in das Eigentum der Stadt übergehen.
(Quelle: Artikel in der DEWEZET/Pyrmonter Nachrichten vom 5. Juli 2025)
