Kurtheater: Rat muss später wohl über Einsparungen im Stadtetat entscheiden
Trotz noch ausstehendem Gutachten und unklarer Folgekosten zeichnet sich die Übernahme des Kurtheaters Bad Pyrmont durch die Stadt ab. Der Verwaltungsausschuss hat dem Vorschlag aus dem Rathaus bereits zugestimmt, sodass der Stadtrat am 24. Juni endgültig darüber entscheiden wird.
Die Stadt plant, das Kurtheater sowie die ehemalige Staatsbadgärtnerei an der Anzio-Allee im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages vom Land Niedersachsen zu übernehmen. Ziel ist es, das Gebäude innen zu sanieren und künftig wieder für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen.
Laut Kämmerer Guido Sievers sind die finanziellen Auswirkungen derzeit nicht absehbar, da das Nutzungskonzept noch in Arbeit ist. Klar ist jedoch, dass mit einer späteren Sanierung und Betriebsführung zusätzliche Kosten und Haushaltsbelastungen auf die Stadt zukommen werden. Einsparungen in anderen Bereichen des Haushalts seien dann unvermeidlich.
Die Stadt steht dabei unter Beobachtung der Kommunalaufsicht, da es sich um eine „freiwillige Leistung“ handelt, die nur bei gesicherter Finanzierung zulässig ist. Trotz dieser Unsicherheiten soll der Notartermin zur Vertragsunterzeichnung zeitnah nach dem Ratsbeschluss erfolgen.
Die Ratsgruppe CDU/Küppers/FDP schlug vor, bei der Planung auch das Lagern und Aufstellen eines Konzertflügels zu berücksichtigen, um das Kurtheater als „kulturellen Mittelpunkt der Stadt“ zu stärken.
Carolin Muschter (Bad Pyrmont intakt) begrüßt grundsätzlich die Nutzung für Konzerte, warnt aber vor voreiligen Entscheidungen ohne belastbare Kostenkalkulation. Sie betont, dass nur klare Kostenvorgaben verantwortungsvolle politische Entscheidungen ermöglichen.
(Quelle: Artikel in der DEWEZET/Pyrmonter Nachrichten vom 22. Juni 2025)
